Nach Ekelaktion gegen RB Leipzig  Bullenkopf-Skandal: Polizei ermittelt Tatverdächtigen

Nach Ekelaktion gegen RB Leipzig  Bullenkopf-Skandal: Polizei ermittelt Tatverdächtigen

09/09/2016 // DFB-Pokal

Die Polizei Dresden hat im Bullenkopf-Skandal offenbar einen ersten Tatverdächtigen ermittelt. Dies berichtet die "Leipziger Volkszeitung".

Demnach soll ein 21-Jähriger aus Brandenburg zu den Personen gehören, die während des DFB-Pokalspiels zwischen Zweitligist Dynamo Dresden und Bundesligist RB Leipzig (5:4 i.E.) einen abgetrennten Rinderschädel in den Stadion-Innenraum geworfen hatten.

Verdächtiger äußert sich nicht

Zu diesem Ergebnis kam die Polizei nach der Auswertung von umfangreichem Video-Material. Darauf soll der Vorfall zu sehen sein. Der Tatverdächtige äußerte sich bei einer Befragung nicht zu den Vorwürfen. Angeblich wurde das Haupt des Tieres während der ersten Halbzeit vor dem K-Block, in dem traditionell die Dresdner Ultras stehen, platziert.

Der Kopf soll zuvor in einer Holzkiste ins Stadion gebracht worden sein. Wie das angesichts der scharfen Einlasskontrollen überhaupt möglich war, ist noch nicht geklärt. Der DFB hatte die Begegnung wegen des hohen Konfliktpotenzials im Vorfeld als Hochsicherheitsspiel eingestuft.

Die Polizei sucht nun weiter nach Komplizen des 21-Jährigen. "Inwieweit wir das weiter aufdröseln können und ob noch weitere Täter namhaft gemacht werden, ist noch nicht sicher", sagte ein Polizeisprecher.

"Grob ungehörige Handlung"

Die Ermittler legen dem Verdächtigen eine Ordnungswidrigkeit zur Last. Demnach war die Bullenkopf-Aktion "eine grob ungehörige Handlung", die die Allgemeinheit belästigt hat. Es droht eine Geldstrafe. Hinzu kommen Sanktionen durch den DFB, der ein Ermittlungsverfahren gegen Dynamo Dresden eingeleitet hat. Der Klub muss vermutlich einen mittleren fünfstelligen Betrag zahlen.

Die Problemfans von Dynamo Dresden wollten mit der Aktion am 20. August vermutlich auf diese widerwärtige Art gegen den ungeliebten Leipziger Klub protestieren. Der Verein aus der Messestadt nennt sich selbst auch die Roten Bullen.

Quelle: T Online

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